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»Ostdeutsches Christentum« – »ostdeutscher Islam«? Überlegungen zu Kontexten von Religionsdebatten

Der Aufsatz „‚Ostdeutsches Christentum‘ – ‚ostdeutscher Islam‘? Überlegungen zu Kontexten von Religionsdebatten“ von Daniel Cyranka setzt sich mit der diskursiven Konstruktion von „Ostdeutschland“ und den Folgen für das Verständnis von Religion auseinander.

Cyranka arbeitet heraus, dass „Ostdeutschland“ als more oder less homogene Entität konstruiert werde, der stereotyp Religionslosigkeit zugeschrieben werde. Er kritisiert, dass dadurch sowohl christliches als auch muslimisches Leben vielfach als „uneigentlich“ für den Osten betrachtet würden. Cyranka plädiert dafür, die jeweiligen konkreten Kontexte ernst zu nehmen und fragt: „Kann oder darf oder sollte es – aus diesem Blickwinkel betrachtet – so etwas wie einen ‚ostdeutschen Islam‘ geben?“

Sein Fazit: Die diskursive Konstruktion des „Ostens“ überlagere die tatsächliche Pluralität und fluide Entwicklung und verhindere, kontextuelle christliche und muslimische Theologien in ihrer Eigenheit wahrzunehmen. Stattdessen sollten die gemeinsamen Bezüge in den Blick genommen werden, um „Stimmen ‚ostdeutscher‘ Christen“ wie auch „Stimmen ‚ostdeutscher‘ Muslime hörbar zu machen“.

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