Die klassische Säkularisierungsthese ging von einem Zusammenhang zwischen Modernisierung und dem Bedeutungsrückgang von Religion aus. Diese These erfährt Kritik ebenso wie vielfältige Fortschreibungen und Modifikationen. Wie hat sich das Verhältnis zwischen Religion und nichtreligiöser Weltdeutung gewandelt? Wie gestaltet es sich in politischer und rechtlicher Hinsicht heute? Wie können die unterschiedlichen Gestaltungsformen und Verständnisse bewertet werden? Welche Gesichtspunkte erlauben es, den Begriff der Säkularisierung positiv theologisch anzueignen oder kritisch weiterzuführen? Diese und weitere Fragen diskutieren, im Gespräch mit den Nachbardisziplinen, die theologischen Beiträge des Bandes als gemeinsame gesellschaftliche Herausforderung.
Ähnliche Beiträge
Was uns zusammenhält – ohne Unterschiede einzuebnen
Wie gelingt Zusammenleben in einer Gesellschaft, deren Vielfalt längst Alltag ist, aber zunehmend auf Vorbehalte stößt? Beim Festabend am 5. Oktober 2026 in Stuttgart-Hohenheim verbanden sich…
Verflochtene Religionen? Ein Dialog
Verwandt, verflochten, entfremdet? Oder gar verfeindet? Wie prägen historische Erfahrungen, theologische Reflexionen und interreligiöse Projekte die jüdisch-christlich-islamischen Verhältnisse? Welche Chancen und Herausforderungen stehen uns gegenüber? Die…