Christliche Theologie als Antwort auf die islamische Herausforderung. Eine historische Perspektive

„Von allem Anfang an haben Christen, christliche Theologen zumal, die Verkündigung Muhammads und in ihrer Folge das Entstehen des Islams als einer Religion und Religionsgemeinschaft mit eigenem Offenbarungs- und daraus hergeleitetem bzw. darin begründetem Wahrheitsanspruch auf der einen und die schnelle Ausbreitung dieser neuen Religion und des Herrschaftsbereiches ihrer Anhänger auf der anderen Seite als gesellschaftlich-politische nicht weniger denn als auch und gerade theologische Herausforderung empfunden.“

In seinem Aufsatz geht Stefan Schreiner aus einer religions- und theologiegechichtlichen Perspektiven den vielfältigen Verflechtungen und wechselseitigen Einflüssen von Christentum, Judentum und Islam nach. Während er die Deutung einer „chronologischen Abfolge als Mutter-Tochter-Verhältnis“ als falsch ausweist, betont er die Frage, „ob Christentum, Islam und Judentum so geworden wären, wie sie geworden sind, wenn es die jeweils beiden anderen nicht gegeben hätte.“ Schreiner verdeutlicht seine Überlegungen an einigen Schriften des Johannes von Damaskus sowie Thomas von Aquin. Insbesondere werde dabei sichtbar, dass die christliche Themenwahl in der Auseinandersetzung mit dem Islam von zentralen christlichen Theologumena, wie der Christologie, geprägt war. Ein weiteres Beispiel für die starken Bezugnahme finde sich in der Collectio Toletana sowie in verschiedenen Schriften des östlichen Europas.

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