Der Beitrag beleuchtet die komplexe Verflechtung von Religion und Populismus im Kontext des Islams mit beispielhaftem Fokus auf die Türkei. Dazu wird die religiöse Aufladung von populistischer Politik als religionsübergreifendes Phänomen verstaanden. Im muslimischen Kontext nutzen politische Strömungen die Konzepte von Religion und Nation, ohne notwendigerweise die Religion selbst zu missbrauchen. Ein zentrales Element dabei ist die „Umma“ im Sinne einer idealisierten Gemeinschaft der Muslime, die sich nicht nur auf die Religion bezieht, sondern auch auf weltliche, soziale und politische Verbindungen. Die Vorstellung einer solchen Einheit kann sowohl in überstaatlichem als auch in nationalem Kontext interpretiert werden, wie dies in vielen muslimischen Nationalstaaten der Fall ist. Allerdings ist es wichtig, die nuancierten Wege zu verstehen, auf denen Religion und Politik interagieren, anstatt vereinfachende Annahmen zu treffen.
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